05.03.2026

RISE! in der Wiener Staatsoper startet mit Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen zum Weltfrauentag:

Mehr Sichtbarkeit für das Thema Frau, Verbindung, Kunst.

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Am Weltfrauentag 2026 rückt die Wiener Staatsoper nicht nur musikalisch, sondern auch bildstark weibliche Perspektiven ins Zentrum: Im Rahmen von RISE! – Women’s Voices for Change wird das Opernhaus zur Bühne einer außergewöhnlichen Ausstellung. Unter dem Titel ORIGO ALIA | another origin entfaltet sich im Foyer eine kraftvolle eintägige Schau zeitgenössischer Künstlerinnen. Mit raumgreifenden Skulpturen, eindringlichen Malereien und installativen Arbeiten eröffnen die beteiligten Künstlerinnen neue Bildwelten jenseits patriarchaler Ordnungssysteme. Die Ausstellung versteht Weiblichkeit als pluralen, selbstbestimmten und kraftvollen Begriff – und macht die Staatsoper am 8. März zu einem Ort künstlerischer Selbstermächtigung und weiblicher Solidarität.

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Am Weltfrauentag 2026 wird die Wiener Staatsoper zur Bühne weiblicher Solidarität. RISE! – Women’s Voices for Change bringt im Rahmen eines Benefizkonzertes 2.000 Frauen zusammen, die gemeinsam ihre Stimmen für Freiheit, Gleichberechtigung und Sichtbarkeit erheben. Am 8. März öffnet sich damit eine der bekanntesten Kulturinstitutionen der Welt für eine Neuinszenierung des Themas Frau, Verbindung und Kunst.

RISE! ist ein 360-Grad-Kulturevent, eine Projektionsfläche für das Thema „Frau in der Gesellschaft“ in Kooperation mit namhaften Musikerinnen und Künstlerinnen. Mit RISE! kommt ein innovatives, weibliches Audience-Choir-Erlebnis sowie weibliche Perspektiven in der Kunst, Selbstermächtigung und schöpferische Energie in die Wiener Staatsoper. Ziel ist es, weibliche Stärke, Zusammenhalt und gesellschaftliche Wirkung sichtbar zu machen.

Die zentrale Frage hinter diesem Event ist: Kann Kunst uns in unserem Menschsein verbinden? In einer Zeit wachsender Polarisierung versteht sich dieses Projekt als bewusster Schritt hin zu Solidarität unter Frauen und vermehrter Sichtbarkeit. Was als Idee zur Kunst des Miteinanders am Weltfrauentag begann, hat sich zu einem umfassenden und innovativen Kunstprojekt entwickelt, das im Herzen Europas stattfindet und aus einer weiblichen Perspektive erzählt wird.

Neben dem musikalischen Konzept auf der Bühne der Staatsoper wird am 8. März auch ein zeitgenössisches Kunstprojekt unter dem Titel ORIGO ALIA | another origin zu sehen sein. Kuratiert und ko-kreiert von Rosaura Cauchi und dem Female Empowerment Think Tank VOICES, wird im Foyer rund um die Feststiege der Wiener Staatsoper eine eintägige Ausstellung im Rahmen des Benefiz-Events RISE! gezeigt. Die Künstlerinnen Katharina Cibulka · Michela Ghisetti · Soli Kiani · Barbara Moura · Alina Sokolova · Johanna Lakner eröffnen mit ihren Kunstwerken, darunter auch über 100 kg schwere Skulpturen, Bildwelten jenseits patriarchaler Ordnungssysteme. Gemeinsam entsteht ein Geflecht von Perspektiven, das Weiblichkeit als pluralen, kraftvollen und offenen Begriff erfahrbar macht.

Ein Highlight der Ausstellung anlässlich des Weltfrauentags ist die raumfüllende Glasketten Skulptur UNUS MUNDUS, mouth-blown glass, marine rope, tassels, 300 x 1000 cm, 2020 von Michela Ghisetti.

Michela Ghisetti:
“Women are often implicitly expected to be pleasant, understanding, and harmonious. I believe it is important to also create space for nonconformity, ambition. Ultimately, my aim is not to portray women as symbolic figures or projection surfaces, but as complex, multifaceted human beings with agency of their own.

Die iranische Künstlerin Soli Kiani wird zwei Meter hohe Skulpturen Negin und Robina (2025) aus Stoff, Beton, Eisen, Klebstoff und Acryl in der Wiener Staatsoper ausstellen.

Soli Kiani: “Wie ist es, wenn man von Geburt an in einem Land, einer Gesellschaft oder einer Familie aufwächst, die verhaftet ist in Ideologien, welche einem de facto in jedem Bereich des täglichen Lebens vorschreibt, wie man sich zu verhalten und benehmen hat? Wenn per Gesetz festgelegt wird, welche Konsequenzen es hat, wenn man diese Regeln nicht befolgt oder es wagt, sich dagegen zu wehren? Das Gefühl, dass einem die Luft zum Atmen wegbleibt, wird dann zum Dauerzustand!”

Außerdem wird am 8. März das 12 x 6m große - SOLANGE OIS BLEIBT, WEILS OIWEI SCHO SO WOA, BIN I FEMINISTIN - Netz, von Künstlerin Katharina Cibulka, das die Kulturhauptstadt Europas 2024 in Bad Ischl/Salzkammergut eröffnet hat, als starkes feministisches Statement auf der Bühne der Wiener Staatsoper zu sehen sein.

Katharina Cibulka: „Sichtbarkeit ist für feministische und soziale Anliegen von entscheidender Bedeutung. Wer oder was nicht gesehen wird, existiert im kollektiven Bewusstsein nicht. RISE! passt wunderbar zur SOLANGE Idee: Wir erheben unsere Stimmen und werden sichtbar und hörbar. Wir nehmen Raum ein und singen gemeinsam für alle, die bislang überhört wurden.“

Die in Wien lebende Künstlerin Johanna Lakner, die auch das Plakat von RISE! mit einer Zeichnung künstlerisch mitgestaltet hat, wird mit einer aktionistischen Kunstinstallation in der Staatsoper präsent sein. Der Fanschal, traditionell Ausdruck emotionaler Identifikation, Solidarität und gemeinsamer Haltung, wird aus seinem ursprünglichen Kontext der Fußballstadien gelöst und neu aufgeladen. Die sieben Allegorien im Stiegenaufgang der Wiener Staatsoper werden im Rahmen von RISE! symbolisch Teil des Fanclubs der Womenhood WOMEN UNITED. Ein visuelles und inhaltliches Statement für Sichtbarkeit, Zusammenhalt und die Stärke weiblicher Präsenz.

Johanna Lakner: “Ich erhebe meine Stimme für RISE!, weil ein Wir stärker ist und Mut macht. Ich verstehe Zugehörigkeit nicht als Abgrenzung, sondern als Einladung, als ein Wir, das trägt, schützt und ermutigt.”

Die portugisische Malerin Barbara Moura stellt Sacred Heart, 2024, Acrylic auf Leinwand (145 × 135 cm) aus und Alina Sokolova aus der Ukraine wird mit einem Ölgemälde Still Life with a Carpet Beater, 2025 (150 × 125 cm) in der Oper vertreten sein.

Barbara Moura: “One of the narratives I consciously dismantle is the idea that women are peripheral to mastery. I’m interested in destabilizing the hierarchy itself.”

Alina Sokolova: “Through my paintings, I intuitively express the boldness, intensity, and inner effort it takes to exist as a woman.”

Wird es am Weltfrauentag nur den Besucherinnen der Matinee in der Staatsoper als besonderes Highlight möglich sein, die Ausstellung exklusiv zu sehen, so ermöglicht die Barvinskyi Gallery (1010 Wien, Seilerstätte 30) ab dem 12. März eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Werken der Künstlerinnen: Michela Ghisetti, Katharina Cibulka, Barbara Moura, Alina Sokolova, Johanna Lakner und Elham Hadian.

Mit Unterstützung der UNIQA Insurance Group AG als Presenting Partner und der Verbund AG, Raiffeisen International und Raiffeisen Wien-NÖ als Premium Partner sowie der Firma Kunsttrans als Supporting Art Partner entsteht ein Kulturevent, das künstlerische Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.
 
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Bilder (13)

Johanna Lakner - Women United - Wiener Staatsoper - Rise!
1 616 x 2 000
Johanna Lakner_Portrait
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Alina_Sokolova_Still_life_with_a_carpet_beater
2 754 x 3 317
Alina-Sokolova_Foto_Valerie_Maltseva
5 000 x 3 750
Barbara Moura_Danube Series II
5 088 x 3 192
Elham_Hadian
2 829 x 2 829
Elham_Hadian_Akbild-Wien
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Katharina_Cibulka
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Katharina_Cibulka_Solange
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Michela Ghisetti
3 819 x 4 738
Soli Kiani_c_Eva Kelety
4 185 x 6 148
Soli Kiani_Kur Kur 2. 2025. ca. 185x55x70. Hampropes, Glue, concrete, steel and acrylic
5 464 x 8 192
UNUS MUNDUS_Michela_Ghisetti
7 997 x 4 998