07.05.2026

Sommerfrische am Attersee: Klimt und Teschner ein künstlerischer Dialog

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Klimt Zentrum am Attersee, 22. Mai 2026 / Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner
Der Attersee und Gustav Klimt – eine Verbindung, die seit über einem Jahrhundert nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ab dem 22. Mai 2026 ab 17:00 Uhr lädt das Klimt Zentrum am Attersee zur neuen Ausstellung "Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner" ein und feiert damit die Rückkehr eines außergewöhnlichen Originals: Gustav Klimts Zeichnung „Gertrude Flöge" (1912) ist nach vielen Jahren erstmals wieder am Attersee zu sehen.

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Klimt Zentrum am Attersee, 22. Mai 2026 / Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner
Der Attersee und Gustav Klimt – eine Verbindung, die seit über einem Jahrhundert nichts von ihrer Faszination verloren hat. Ab dem 22. Mai 2026 ab 17:00 Uhr lädt das Klimt Zentrum am Attersee zur neuen Ausstellung "Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner" ein und feiert damit die Rückkehr eines außergewöhnlichen Originals: Gustav Klimts Zeichnung „Gertrude Flöge" (1912) ist nach vielen Jahren erstmals wieder am Attersee zu sehen.
 
Gustav Klimts Weltruhm und die Bekanntheit seiner Gemälde sind unumstritten, aber die emotional bedeutendste Wirkungsstätte für seine Landschaftsmalerei war für ihn der Attersee. Alle insgesamt 46 ausschließlich quadratischen Gemälde (in den Größen 95 × 95 cm oder 110 × 110 cm) entstanden am, auf oder rund um den Attersee.

Diese flächig-ornamentalen, fast abstrakten Landschaftsbilder mit ihren türkisblau schimmernden Wasseroberflächen, den bunten Bauerngärten, Blumenwiesen, idyllischen Seeufern oder detailverliebten Bäumen und Wäldern kommen fast alle ohne Tiefenperspektive oder Horizont aus. So entsteht eine Art Zoom-Effekt wie durch eine Fotolinse, der zweifelsohne alle Sinne anspricht und die Betrachter*innen förmlich ins Geschehen des jeweiligen Landschaftsszenarios zieht.

Sommerfrische einst und jetzt
Gustav Klimt verbrachte zwischen 1900 und 1916 seine Sommerfrische ausnahmslos am Attersee und holte sich die Inspiration aus der Natur und seinen, streng immer wiederkehrenden, Tagesabläufen, die er mit Rudern, Schwimmen, Malen, Frühstücken, Lesen, Schreiben oder auch Kegeln verbrachte.

Das Klimt-Zentrum in Schörfling am Attersee, im Ortsteil Kammern, widmet sich im dritten Jahr genau diesem Wirken am Originalschauplatz und macht Klimts Freizeitgestaltung, die untrennbar mit der Region des Attersees verbunden ist, eindrucksvoll auch noch heute für alle erlebbar. Vielmehr setzt die analoge Erlebnistour auf den Pfaden des Künstlers einen willkommenen Kontrapunkt zur digitalen Dauerberieselung und permanenten Ablenkung unserer hektischen Zeit.

Informationen zur genauen Wegbeschreibung der Original-Schauplätze oder Anleitungen für spezielle Themen-Ausflüge sind im Klimt-Zentrum erhältlich.

Ein und derselbe Ort – zwei Künstler
Die aktuelle Ausstellung „Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner“ von 22. Mai bis 25. Oktober 2026 kuratiert von Gernot A. Biermeier, widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung zweier bedeutender Positionen des 20. Jahrhunderts mit einem gemeinsamen realen Ort: dem Attersee und der Villa Paulick in Oberösterreich.

Die Landschaftsmalerei Gustav Klimts wird mit den bildnerischen Arbeiten Richard Teschners gegenübergestellt und in einen konkreten regionalen sowie kulturhistorischen Kontext eingebettet. Ausgangspunkt ist die zentrale Bedeutung des Attersees als Lebens- und Schaffensort beider Künstler. Während Gustav Klimt hier wesentliche Teile seines Landschaftsœuvres entwickelte, nutzte Richard Teschner die Villa Paulick als Rückzugs- und Arbeitsraum, in dem Zeichnungen, Entwürfe und Studien entstanden, die spätere Werkphasen vorbereiteten.

Inhaltlich untersucht die Ausstellung, wie ein und derselbe Ort in zwei unterschiedlichen künstlerischen Sprachen in den jeweiligen Bildern verarbeitet wird.

Gezeigt werden thematisch ausgewählte Arbeiten Gustav Klimts in digitaler Präsentationsform sowie Landschaftsbilder, Zeichnungen und Entwürfe Richard Teschners aus seiner Zeit in der Villa Paulick, die bis jetzt kaum öffentlich gezeigt wurden. Ergänzend sind zeitgenössische Positionen von Kasper und Meier-Schomburg vertreten, die neue Perspektiven auf Landschaft, Wahrnehmung und künstlerische Transformation eröffnen.

Ausstellungsdauer: 22. Mai bis 25. Oktober 2026
Öffnungszeiten: Mi – Fr: 11–17 Uhr und Sa & So: 10–17 Uhr (ab Oktober verkürzte Öffnungszeiten)
Adresse: Klimtzentrum, Hauptstraße 30, 3861 Schörfling

Klimt und Teschner ein künstlerischer Dialog
Verdichtung von Farbe, Struktur und Rhythmus, bei Teschner als facettenreiche bildnerische Vision zwischen Wahrnehmung und Symbolik. Ziel ist es, Landschaft als verbindendes Element sichtbar zu machen und neue kunsthistorische Perspektiven auf beide Künstler zu eröffnen. Ein Highlight der Ausstellung bildet eine Porträtreihe, in der Gustav Klimt und Richard Teschner einander visuell begegnen und der dialogische Gedanke der Ausstellung in konzentrierter Form erfahrbar wird.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Einbettung dieser historischen Positionen in die Gegenwart: Mit Arbeiten der zeitgenössischen Künstler Heinz Kasper und Pablo Meier-Schomburg erweitert die Ausstellung das Themenfeld um aktuelle künstlerische Zugänge zum Attersee und zur Rezeptionsgeschichte Klimts. Kasper entwickelt in seinen Arbeiten Räume, die Licht, Farbe und Form zu atmosphärischen Erfahrungen verbinden. Pablo Meier-Schomburg setzt sich in farbintensiven und experimentellen Bildwelten mit kunsthistorischen Motiven und landschaftlichen Erinnerungsräumen auseinander; sein Werk „The Destroyed Kiss“ steht exemplarisch für diesen dialogischen Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Kurator: Gernot A. Biermeier
Kooperationspartner: Galerie Wienerroither & Kohlbacher, Familie Messner (Villa Paulick)

Betreiber des Klimt-Zentrums ist der Verein Klimt am Attersee, das Projekt wird unterstützt durch Bund, Land und Europäischer Union sowie der Leaderregion Regatta.

Interviewanfragen:
Mag. Evelyn Obermaier, Obfrau Verein Klimt am Attersee
Email: obermaier@klimtverein.at; Mobil: +43 664 1425676

Rückfragehinweis & Interviewanfragen
Gernot A. Biermeier MA BA, Kurator der Ausstellung
Email: kurator@klimtverein.at; Mobil: +43 664 4477419

Bildinformationen und Rechte:
1 Klimt Zentrum, Foto: Gernot A. Biermeier
2 Richard Teschner, Attersee (1917) Foto: Gernot A. Biermeier
3 Pablo Meier-Schomburg, The Destroyed Kiss (2025), Foto: Rafael Fasching

Liane Seitz / LS & more berät und unterstützt das Klimtzentrum bei Presse- und B2B-Kooperationen.
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Bilder (3)

02 Klimt_Trudl (Villa Paulick)
655 x 1 000 © Villa Paulick
1 Richard Teschner, Attersee (1917) Foto Gernot A. Biermeier
1 317 x 1 480 © Gernot A. Biermeier
3 Pablo Meier-Schomburg, The Destroyed Kiss (2025), Foto Rafael Fasching
1 164 x 1 280 © Rafael Fasching