Mönchhof, 14. Oktober 2026.
Gesund länger leben: Warum Healthy Longevity weit mehr ist als ein Gesundheitstrend
Die heurige wissenschaftliche Herbsttagung in Marienkron verbindet Fastenmedizin, Zellforschung und One Health - renommierte Expert:innen diskutierten, wie gesunde Lebensjahre gewonnen werden können und warum die Gesundheit des Menschen untrennbar mit jener von Tier und Umwelt verbunden ist.
Wie bleiben wir möglichst lange gesund? Welche Rolle spielen Fasten, Ernährung und Darmgesundheit beim Altern? Und welchen Einfluss haben Klimawandel, Mikroplastik und Antibiotikaresistenzen auf unsere Gesundheit?
Diesen hochaktuellen Fragen widmete sich die medizinische Fortbildungstagung „Fastenmedizin, Longevity & One Health: Ernährung, Mikrobiom und Umwelt im Gleichgewicht“ am 10. Oktober 2026 im Retreat & Health Resort Marienkron im burgenländischen Seewinkel.
Renommierte Wissenschaftler:innen und Mediziner:innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen beleuchteten aktuelle Forschungsergebnisse, diskutierten Chancen und Grenzen moderner Longevity-Medizin und zeigten, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame Gesundheitsprävention übersetzt werden können. Kompetent und charmant moderiert von Birgit Fenderl.
Die zentrale Botschaft der Tagung: Nicht möglichst alt zu werden ist das entscheidende Ziel, sondern möglichst viele Lebensjahre gesund, selbstbestimmt und mit hoher Lebensqualität zu verbringen, eben healthy Longevity. Und dafür braucht es weit mehr als einzelne Anti-Aging-Maßnahmen.
Von der Kneipp-Tradition zur modernen Longevity-Medizin
Mit der Veranstaltung unterstrich Marienkron seine Position als Gesundheitsresort, das mehr als 55 Jahre Erfahrung in der Gesundheitsvorsorge mit aktuellen Erkenntnissen aus Medizin und Forschung verbindet.
Geschäftsführerin Mag. (FH) Elke Müller eröffnete die Tagung und betonte die Bedeutung einer evidenzbasierten, individuell abgestimmten Gesundheitsbegleitung. Aus dem traditionsreichen Kneippkurhaus hat sich ein modernes Retreat & Health Resort entwickelt, das Fastenmedizin, Darmgesundheit, Regeneration und healthy Longevity in den Mittelpunkt stellt.
„Longevity ist weit mehr als ein Trend. Es geht darum, wie wir unsere Gesundheit langfristig erhalten und dabei Lebensqualität gewinnen können. Mit unserer Tagung bringen wir hochkarätige Expertinnen und Experten unterschiedlicher Disziplinen zusammen, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskutieren und Gesundheitsvorsorge ganzheitlich zu denken. Marienkron soll dabei nicht nur ein Ort der Regeneration sein, sondern auch ein Ort des Wissens, des Austauschs und neuer Impulse für ein gesundes Leben.“
Mag. (FH) Elke Müller, Geschäftsführerin Retreat & Health Resort Marienkron
Dabei verfolgt Marienkron eine klare Philosophie: Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen verständlich, erlebbar und alltagstauglich werden. Medizinische Kompetenz und Genuss sind dabei kein Widerspruch.
Mit den drei Programmlinien „Fasten mit Genuss“, „Marienkron Medical Concept“ und „Auszeit mit Wirkung“ schafft das Resort unterschiedliche Zugänge zu nachhaltiger Gesundheitsvorsorge. Ärztliche, diätologische und therapeutische Betreuung sowie individuell abgestimmte Maßnahmen bilden die Grundlage. Personalisierte Medizin im besten Sinne.
Die Fachtagung machte zugleich deutlich, wie wichtig der interdisziplinäre Austausch ist, um aktuelle Trends kritisch zu bewerten und neue Forschungserkenntnisse verantwortungsvoll in die Praxis zu übertragen.
Longevity beginnt nicht im Labor, sondern im Alltag
Einen wissenschaftlichen Einblick in die Mechanismen des Alterns gaben Assoc. Prof. Dr. Corina Madreiter-Sokolowski und Dr. Kristina Hütter-Klepp. Sie beleuchteten die zellbiologischen Grundlagen des Alterns, darunter die Rolle der Mitochondrien, altersbedingte Zellveränderungen und die Möglichkeiten, biologische Alterungsprozesse zu beeinflussen.
Die Forschung eröffnet faszinierende Perspektiven: Von der gezielten Beeinflussung alternder Zellen bis zu neuen Ansätzen der Zellregeneration werden zahlreiche Verfahren untersucht. Allerdings befinden sich viele dieser Entwicklungen noch in frühen Forschungsstadien. Die Expertinnen warnten deshalb vor überzogenen Anti-Aging-Versprechen und unzureichend geprüften Interventionen.
Die wichtigste Erkenntnis: Die wirksamsten und am besten belegten Maßnahmen für gesundes Altern sind häufig jene, die sich bereits heute umsetzen lassen. Regelmäßige körperliche Aktivität, Kraft- und Ausdauertraining, ausgewogene Ernährung, ausreichender Schlaf, Stressregulation und soziale Beziehungen bilden das Fundament einer nachhaltigen Longevity-Strategie.
Gesundes Altern darf dabei kein Luxus für wenige sein. Wissenschaftlich fundierte Prävention muss möglichst vielen Menschen zugänglich sein.
One Health: Die Gesundheit des Menschen beginnt auch bei der Gesundheit unseres Planeten
Dass Longevity nicht isoliert betrachtet werden kann, verdeutlichte Dr. Franz Prettenthaler, Direktor des Zentrums für Klima, Energie und Gesellschaft LIFE bei Joanneum Research. Sein Vortrag zu „Planetary Health“ zeigte, wie eng menschliche Gesundheit mit stabilen klimatischen Bedingungen, intakten Ökosystemen und natürlichen Ressourcen zusammenhängt.
Steigende Temperaturen und zunehmende Hitzebelastung stellen insbesondere für ältere Menschen sowie Personen mit Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Gleichzeitig können gesundheitsfördernde Entscheidungen auch einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Eine überwiegend pflanzenbetonte Ernährung, weniger stark verarbeitete Lebensmittel und aktive Mobilität sind Beispiele für Maßnahmen, von denen Mensch und Umwelt gleichermaßen profitieren können.
Der One-Health-Gedanke erweitert damit die klassische Gesundheitsprävention: Eine gesunde Zukunft braucht nicht nur gesunde Menschen, sondern auch gesunde Lebensbedingungen.
Darmgesundheit, Mikroplastik und Ernährung: Was wissen wir wirklich?
Besonderes Interesse galt den Zusammenhängen zwischen Darmgesundheit, Umweltbelastungen und moderner Ernährung. Prim. Univ.-Prof. Dr. Ludwig Kramer widmete sich der Frage, welche Zusammenhänge zwischen Nahrungsmittelintoleranzen und Zusatzstoffen in unserer Nahrung – auch in Fertigprodukten - und Umwelt bestehen.
Univ.-Prof. Dr. Vanessa Stadlbauer-Köllner beleuchtete den aktuellen Forschungsstand zu Mikroplastik und dessen möglichen Auswirkungen auf das Darmmikrobiom. Mikroplastik ist mittlerweile in zahlreichen Bereichen unserer Umwelt nachweisbar. Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass Kunststoffpartikel unter bestimmten Bedingungen Veränderungen im Darmmikrobiom und in Stoffwechselprozessen auslösen können.
Die Wissenschaftlerin machte jedoch deutlich, dass viele Fragen zu den konkreten gesundheitlichen Auswirkungen beim Menschen noch offen sind. Die bisherige Datenlage erlaubt keine pauschalen Schlussfolgerungen über das individuelle Erkrankungsrisiko. Die Botschaft lautete daher: unnötige Plastikbelastungen reduzieren, weitere Forschung ermöglichen und wissenschaftliche Ergebnisse differenziert kommunizieren – ohne unbegründete Ängste zu schüren.
Antibiotikaresistenzen: Wenn Tiergesundheit zur Menschengesundheit wird
Wie eng Humanmedizin, Veterinärmedizin und Umwelt miteinander verbunden sind, veranschaulichte Univ.-Prof. Dr. Clair Firth anhand des Antibiotikaeinsatzes und der Resistenzentwicklung in der Tiermedizin.
Antibiotikaresistenzen gehören zu den wesentlichen Herausforderungen für die zukünftige Gesundheitsversorgung. Ein verantwortungsvoller Einsatz von Arzneimitteln, konsequente Überwachung, Infektionsprävention und hohe Standards in der Tierhaltung sind wichtige Voraussetzungen, um Resistenzentwicklungen einzudämmen.
Die Referentin zeigte anhand internationaler Erfahrungen, dass systematische Datenerhebung, gezielte Präventionsmaßnahmen und die Reduktion kritischer Antibiotika wirksame Ansatzpunkte darstellen. Damit wurde deutlich, dass One Health weit über ein theoretisches Konzept hinausgeht: Die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt muss gemeinsam gedacht und geschützt werden.
Ein langes Leben ist nicht automatisch ein erfülltes Leben
Für einen Perspektivenwechsel sorgte ÄD Prim. Univ.-Prof. DDr. Michael Lehofer, der die ethisch-philosophischen Dimensionen von Longevity beleuchtete. Seine Überlegungen stellten eine grundlegende Frage in den Mittelpunkt: Welchen Wert hat ein längeres Leben, wenn dabei das eigentliche Leben aus dem Blick gerät?
Neben körperlicher Gesundheit und medizinischer Prävention sind auch persönliche Beziehungen, Offenheit, Achtsamkeit und das bewusste Erleben des gegenwärtigen Moments entscheidend für Lebensqualität. Damit erhielt die Tagung eine weitere Dimension: Gesundes Altern ist nicht ausschließlich eine medizinische Aufgabe, sondern ebenso eine Frage von Lebensgestaltung, Sinn und sozialer Verbundenheit.
Fastenmedizin als Baustein moderner Gesundheitsprävention
Den medizinischen Bogen zur praktischen Umsetzung spannte Dr. Ulrike Göschl, ärztliche Leiterin des Retreat & Health Resorts Marienkron und Fastenärztin. Sie verdeutlichte, dass Fasten nicht als kurzfristige Diät oder bloßer Gewichtsverlust verstanden werden sollte, sondern als mögliche gezielte Intervention innerhalb eines umfassenden Gesundheitskonzepts.
„Unser Ziel ist nicht, dem Leben um jeden Preis mehr Jahre hinzuzufügen, sondern die gesunden Lebensjahre zu verlängern. Fasten kann dabei ein wichtiger medizinischer Impuls sein – vorausgesetzt, es wird individuell abgestimmt und professionell begleitet. Entscheidend ist aber immer das Zusammenspiel aus Ernährung, Bewegung, Regeneration und seelischer Balance. Die Tagung hat eindrucksvoll bestätigt, dass nachhaltige Gesundheitsprävention nicht auf spektakulären Anti-Aging-Versprechen beruht, sondern auf wissenschaftlich fundierten Maßnahmen, die Menschen auch im Alltag umsetzen können.“
Dr. Ulrike Göschl, ärztliche Leiterin Retreat & Health Resort Marienkron
Durch die Kalorienreduktion während des Fastens wird der Stoffwechsel von Zucker- auf Fettverbrennung umgestellt und die dabei gebildeten Ketonkörperbildung wirken sich günstig auf bestimmte gesundheitliche Parameter und Entzündungen aus. Gleichzeitig betonte Göschl, dass Fasten nicht für alle Menschen gleichermaßen geeignet ist. Die individuelle gesundheitliche Situation, bestehende Erkrankungen und die Einnahme von Medikamenten müssen vor Beginn berücksichtigt werden.
Eine verantwortungsvolle Fastenmedizin stellt dabei eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine nachhaltige Veränderung der Lebensgewohnheiten im Alltag dar.
Dabei müssen gesundheitsfördernde Maßnahmen nicht kompliziert sein. Bewusste Mahlzeiten, ausreichend lange Essenspausen, regelmäßige Bewegung, Schlaf, Entspannung und soziale Verbundenheit sind alltagstaugliche Ansätze, die auch in der traditionellen Kneippmedizin verankert sind. Marienkron verbindet diese Prinzipien mit modernen medizinischen Erkenntnissen und unterschiedlichen Fastenformen – vom klassischen Fasten bis zum Scheinfasten.
Das Resümee: Die Zukunft der Gesundheit liegt in der Verbindung
Die One-Health-Longevity-Tagung in Marienkron machte eines besonders deutlich: Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht mehr isoliert betrachten. Zellgesundheit, Darmmikrobiom, Ernährungsgewohnheiten, psychisches Wohlbefinden, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Umweltfaktoren beeinflussen einander auf vielfältige Weise.
1. Gesunde Lebensjahre statt bloßer Lebensverlängerung: Im Mittelpunkt moderner Longevity-Medizin steht die Lebensqualität, nicht das Erreichen eines möglichst hohen Alters.
2. Neue Trends brauchen wissenschaftliche Evidenz: Bewegung, Ernährung, Schlaf und soziale Beziehungen sind zentrale Grundlagen und sehr gut wissenschaftlich belegt. Neue Anti-Aging-Therapien müssen ihren Nutzen erst ausreichend belegen.
3. Darmgesundheit und Stoffwechsel verdienen besondere Aufmerksamkeit: Fasten und Ernährungsformen müssen individuell angepasst werden und die Mikrobiomforschung eröffnet zwar neue Perspektiven, deren Anwendbarkeit steckt aber noch in den Kinderschuhen.
4. Mensch, Tier und Umwelt sind untrennbar verbunden: Klimawandel, Mikroplastik, Antibiotikaresistenzen bis im positivem Sinn betrachtet Stadtbegrünung, autofreie Mobilität, Plastikvermeidung und Resourcenbewusstsein, Selbst das Beenden von Qualtierzucht zeigen, warum Gesundheitsvorsorge über den menschlichen Körper hinaus zu denken ist.
5. Nachhaltige Gesundheit entsteht durch umsetzbare Veränderungen: Nicht kurzfristige Trends, sondern individuell passende und langfristig gelebte Maßnahmen können einen Unterschied machen.
Für Geschäftsführerin Elke Müller und die ärztliche Leiterin Dr. Ulrike Göschl bestätigt die Tagung damit den ganzheitlichen Ansatz von Marienkron: Medizinisches Wissen soll nicht im wissenschaftlichen Diskurs verbleiben, sondern Menschen dabei unterstützen, ihre Gesundheit eigenverantwortlich und nachhaltig zu stärken.
Mit regelmäßigen medizinischen Fortbildungen, wissenschaftlichem Austausch und individuell begleiteten Fasten- und Gesundheitsprogrammen will Marienkron diesen Weg konsequent weiterverfolgen.
Denn die Zukunft der Longevity liegt nicht im Versprechen ewiger Jugend, sondern in einem längeren, gesünderen und bewussten gelebten Leben.
Über das Retreat & Health Resort Marienkron
Das Retreat & Health Resort Marienkron in Mönchhof im burgenländischen Seewinkel zählt zu den traditionsreichen Adressen für medizinisch begleitetes Fasten und ganzheitliche Gesundheitsvorsorge in Österreich. Seit mehr als 55 Jahren verbindet das Haus Gesundheitskompetenz und Kneippmedizin mit modernen Erkenntnissen zu Fasten, Darmgesundheit, Detox und Longevity.
Unter der Geschäftsführung von Mag. (FH) Elke Müller und der ärztlichen Leitung von Dr. Ulrike Göschl bietet Marienkron individuell abgestimmte Gesundheitsprogramme, medizinische und therapeutische Betreuung sowie Raum für nachhaltige Regeneration.
Seit 2023 im Besitz des Landes Burgenland ist das Retreat & Health Resort damit ein wichtiger Gesundheitsdienstleister in der Region und setzt für das medizinisch-therapeutische Angebot auch im Burgenland selbst einen modernen Baustein für healthy Longevity.
Marienkron. Gesundheit, die bleibt. Erholung, die wirkt.
Retreat & Health Resort Marienkron | Birkenallee 2, 7123 MönchhofTel.: +43 (0)2173 80205-0 | info@marienkron.at | www.marienkron.at